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GfA

Protokolle von Vorstandssitzung und MV im Januar 2019

Der Schriftführer der Gesellschaft für Anthropologie (GfA), Andreas Düring, hat per E-Mail die Protokolle der Mitgliederversammlung am 12.01.2019 sowie einer Vorstandssitzung am Vorabend an die Gesellschaftsmitglieder verschickt. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung wurden die Pläne des Vorstands für Änderungen an der Vereinssatzung diskutiert und ein endgültiger Vorschlag für die Textänderung erarbeitet. Dieser wir der Mitgliederschaft auf der regulären Mitgliederversammlung im September 2019 zur Abstimmung vorgelegt werden.

GfA-Mitglieder finden die Protokolle im internen Mitgliederbereich des Internetauftritts der GfA. Wie Sie Mitglied der GfA werden können, erfahren Sie hier.

‚Times of Change‘ at the 2019 EAA Meeting

GfA members Inga Siebke and Sandra Lösch (Bern, Switzerland) are co-organisers of session #243 at the 25th meeting of the European Association of Archaeologists (EAA), 4 to 7 September 2019 in Bern (Switzerland), entitled

Times of change: Late Neolithic lifestyle and population dynamics in Central Europe

The session aims to bring together specialists from different disciplines working on Late Neolithic and early Bronze Age material to increase understanding of the transformative processes that shaped this period. The organisers intend to provide a platform for discussions to obtain a bigger picture and state-of-the-art knowledge about lifestyle and population dynamics of the Late Neolithic and early Bronze Age in Central Europe.

Besides Ms Siebke and Ms Lösch, the session is organised by Johannes Krause (Jena, Germany) and Noah Steuri (Bern, Switzerland).

Abstracts for presentations at the session can be submitted until 14 February 2019 through the EAA submission system. Get more information from the meeting’s website.

06.02.2019 in Basel: DNA-Analysen und Identifizierung in der Rechtsmedizin

Am 6. Februar 2019 findet im Naturhistorischen Museum Basel (Schweiz) ein weiteres Treffen des Bürgerforschungsprojektes Basel-Spitalfriedhof (BBS) statt. Zentraler Inhalt ist ein Vortrag von Dr. Iris Schulz über DNA-Analysen und Identifizierung in der Rechtsmedizin. Frau Schulz ist Leiterin der Forensischen Genetik am Institut für Rechtsmedizin im Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt. Leiter des BBS ist GfA-Mitglied Gerhard Hotz.

Die Veranstaltung steht der interessierten Öffentlichkeit offen, allerdings wird um Anmeldung unter diesem Link gebeten.

Fordisc Workshop in Berlin am 06.10.2018

Am 6.10.2018 fand an der Freien Universität in Berlin unter der Leitung von Richard Jantz, Steve Ousley und Laura Manthey ein Fordisc-Workshop statt. Fordisc ist ein forensisches Computerprogramm, das zur Identifikation unbekannter Toter von Jantz und Ousley im Auftrag des FBI entwickelt wurde. Die beiden Anthropologen aus den Vereinigte Staaten kommen seit 2012 einmal im Jahr nach Berlin, um in der Rudolf-Virchow-Schädelsammlung, die von dem GfA-Mitglied Barbara Teßmann kuratorisch betreut wird, Schädel zu untersuchen und dadurch die Datenbasis für das Computerprogramm ständig zu vergrößern. Bei dem vorletzten Besuch im Jahr 2017 kam dann die Idee auf, das hier in Deutschland eher unbekannte Fordisc-Programm auf einem Workshop vorzustellen.

Richard Jantz hat bei diesem Workshop zuerst eine Einführung in die forensische Datenbank gegeben: wie ist das Programm entstanden, auf welchen Grundlagen baut es auf, zu welchem Zweck wurde es entwickelt usw. Danach hat Steve Ousley die statistischen Grundlagen erläutert und erklärt, wie das Programm funktioniert. In der Mittagspause gab es ein kaltes Büffet mit Brötchen, Belag und Salaten, in den Kaffeepausen selbst gebackenen Kuchen. So gestärkt ging es dann in die Nachmittagssitzung. Laura Manthey hat in ihren Vortrag die Messpunkte am Schädel vorgestellt und sehr eindrucksvoll gezeigt, wie gemessen wird. So vorbereitet haben dann die16 Kursteilnehmer in drei Gruppen Schädel selbst vermessen und die Messdaten anschließend in das Fordisc-Programm eingegeben.

Bei einem gemeinsamen Abendessen wurden die Ergebnisse dann noch einmal diskutiert. Zukünftig sollen auch die Messdaten prähistorischer Schädel mit in die Datenbank eingepflegt werden.

Barbara Teßmann

Die Abbildung zeigt das „Fordisc-Team“; von links nach rechts: Steve Ousley (University of Tennessee), Barbara Bertoglio (, Milan University), Laura Manthey (Universitaet Wuerzburg), Richard Jantz (University of Tennessee).

Edited Volume on GHHP European Module

For more than 20 years, the Global History of Health Project (GHHP) has collected osteological information from more than 15,000 skeletons across Europe in order to sketch out the development of major diseases and pathological conditions since the Early Middle Ages. Now an initial analysis of this vast database has been published as an edited volume under the title „The Backbone of Europe: Health, Diet, Work and Violence over Two Millennia“. It follows the earlier volume „The Backbone of History: Health and Nutrition in the Western Hemisphere“, published in 2002, which was based on the GHHP’s predecessor „The Western Hemisphere Project“.

Several members of the Society for Anthropology (Gesellschaft für Anthropologie, GfA) contributed to the GHHP, some of which are among the authors of the new publication. Gisela Grupe (with Rimantas Jankauskas) is co-author of a chapter on contextual dimensions of health and lifestyle, setting the cultural and historical stage and discussing complementary sources of information. Ursula Wittwer-Backofen and Felix Engel discuss the history of oral health based on frequencies of dental caries and antemortem tooth loss. Felix Engel (with Richard Steckel) is also co-author of a chapter on the influence of climate dynamics. Zsolt Bereczki and Maria Teschler-Nicola (with Antonia Marcsik, Nicholas J. Meinzer und Joerg Baten) use evidence from  linear enamel hypoplasias to assess growth disruption in children.

Further chapters deal with periosteal reactions, cranial porosities, stature, degenerative joint disease and trauma or discuss various methodological issues. Apart from a grand synthesis there is also an analysis of subadult health profiles and their bearing on age at death in adults. A central contribution of the GHHP is the compilation of a data collection codebook, representing a transatlantic consensus on standardised data compilation. This resource, which has already been adopted by other research projects, is also included in the „Backbone of Europe“.

Additional GfA members, who do not feature in the edited volume, also contributed to the GHHP database, among them George McGlynn and Kristin von Heyking.

Felix Engel


The Backbone of Europe: Health, Diet, Work and Violence over Two Millennia“ is edited by Richard H. Steckel (Ohio State University, USA), Clark Spencer Larsen (Ohio State University, USA), Charlotte A. Roberts (University of Durham, UK) and Joerg Baten (Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Germany). It appeared in October 2018 with Cambridge University Press.

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Außerordentliche Mitgliederversammlung am 12.01.2019

Der Vorstand der Gesellschaft für Anthropologie (GfA) teilte heute in einem Rundschreiben an die Mitglieder den Termin für die bereits im Rundbrief vom 13.08.2018 angekündigte außerordentliche Mitgliederversammlung mit. Diese wird am 12.01.2019 von 15:30 bis ca. 19:00 Uhr in der Universität Potsdam stattfinden.

Themen der Versammlung werden ein Zwischenbericht des Vorstands, die Vorstellung des Verbunds der Lebendanthropologen in der GfA (Netzwerk Lebendanthropologen NeLA) und die Entscheidung über vom Vorstand vorgeschlagene Änderungen und Ergänzungen der Satzung sein.

Mitglieder finden die Einladung zur außerordentlichen Mitgliederversammlung zusammen mit einer Zusammenfassung der vorgeschlagenen Satzungsänderungen auch im internen Mitgliederbereich der GfA-Website unter der Kategorie „Mitgliederversammlungen“. Wie Sie Mitglied der GfA werden können, erfahren Sie hier.

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APPA-Treffen 2019

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12./13.04.2019 in Weimar (Deutschland).

Sehr geehrte Damen und Herren, Mitglieder der APPA,

im Namen der AG Paläoanthropologie und prähistorische Anthropologie (APPA) der Gesellschaft für Anthropologie (GfA) möchte ich Sie zu einem Treffen am 12. und 13. April 2019 in Weimar einladen. Entsprechend dem Wunsch der APPA-Mitglieder, geäußert beim AG-Treffen auf der GfA Tagung in Geislingen, werden wir uns den Möglichkeiten und Grenzen der anthropologischen Leichenbranduntersuchung widmen. Am ersten Tag, Freitag 12. 04., werden wir Vorträge zu unterschiedlichen Aspekten der Leichenbranduntersuchung und deren Auswertung hören. Am folgenden Tag können in praktischer Zusammenarbeit eigene, mitgenommene fragliche Fälle vorgestellt und diskutiert werden, außerdem werden wir auch an den Leichenbränden aus den Ausgrabungen des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) Weimar Spezialfälle ansehen und diagnostizieren können.

Für das Treffen haben bereits mehrere der wichtigsten Forscherinnen und Forscher im Bereich Leichenbrand in Deutschland zugesagt. Vorträge werden u.a. von Frau Dr. Birgit Großkopf (Göttingen) und Frau Prof. Dr. Gisela Grupe (München) gehalten, Herr Prof. Dr. Joachim Wahl (Konstanz) hat ebenfalls seine Unterstützung zugesagt. Weiterhin sind bereits mehrere Vorträge zu Themen der Bergung, Aufarbeitung, Altersbestimmung, Paläopathologie sowie der demografischen Auswertung eingeplant. Einige Vorträge sind auch den Nachbarwissenschaften gewidmet: experimentelle Archäologie, Archäobotanik und Archäozoologie. Wir streben an, die Beiträge des Treffens in Form eines Sonderbandes in einem peer-reviewten Journal zu publizieren. Wer von den Lesern dieses Schreibens auch gern einen Vortrag oder ein Poster und danach auch eine Publikation für den Sonderband beitragen will, möchte sich bei mir bitte möglichst bald melden, für die Vorträge sind noch ein paar freie Plätze da. Die Anmeldungsfrist der Beiträge, Vorträge oder Poster, läuft bis zum 10. Januar 2019, die Anmeldung zur Teilnahme ohne einen Beitrag ist bis Ende März 2019, da die Kapazität des Vortragssaals begrenzt ist. Für den praktischen Teil am Samstag sind die Arbeitsräume in einem Außenmagazin des TLDA vorgesehen, die Zahl der Teilnehmer muss deswegen auf maximal 20 Personen begrenzt werden: wer zuerst kommt…

Für das Treffen werden für die Teilnehmer höchstens minimale Unkosten anfallen. Die Räumlichkeiten werden durch das Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens kostenlos zur Verfügung gestellt, somit müssen lediglich die Kosten für Pausenkaffee und -kekse getragen werden (ca. 5-10 Euro p. P.). Weimar liegt zentral und ist mit der Bahn sehr gut erreichbar, Unterkünfte sind mit rechtzeitiger Buchung vor dem Frühjahrs-Touristen-Ansturm in allen Preisklassen reichlich vorhanden und die Goethe-und-Schiller-Stadt lädt in der hoffentlich frühlinghaften Woche vor Ostern und dem Sommersemesterbeginn zum Besuch.

Ich freue mich über Ihre Rückmeldungen und vor allem Ihre Anmeldungen für das Treffen,

mit freundlichen Grüßen,

Jan Nováček
(APPA-Sprecher)

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie
Fachbereich Archäologische Denkmalpflege, Referat Anthropologie
Humboldtstraße 11
99423 Weimar

Tel.: +49 / 361 / 57 3223 – 329
jan.novacek@tlda.thueringen.de

Der „Herr von Boilstädt“ bekommt ein Gesicht

Im Jahr 2013 wurde beim Bau einer Umgehungsstraße von Gotha-Sundhausen (Thüringen) ein Gräberfeld aus der Merowingerzeit von dem Thüringischen Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege Weimar (TLDA) ausgegraben. Eine herausragende Bestattung, die von der Presse den Namen „Herr von Boilstädt“ erhielt, stand seitdem im Zentrum vielfältiger wissenschaftlicher Untersuchungen. Der aktuell jüngste Schritt, eine zeichnerische und eine plastische Gesichtsrekonstruktion, wurde am 30. 11. 2018 während einer Pressekonferenz am TLDA präsentiert. Die zeichnerische Rekonstruktion, durchgeführt durch Frau Steffi Burrath (LKA Sachsen-Anhalt), zeigt mehrere Varianten von Bart und Frisur. Die plastische Rekonstruktion, angefertigt von GfA-Mitglied Kristina Scheelen und Michael Brandt (Göttingen), besteht aus Silikonkautschuk mit menschlichem Echthaar und Glasaugen. Die DNA-Untersuchungen zur Bestimmung der Haar- und Augenfarbe wurden von den GfA-Mitgliedern Susanne Hummel und Janine Mazanec (Göttingen) durchgeführt.
Die Berichterstattung erfolgte u.a. durch die Thüringer Allgemeine Zeitung, Welt, RTL online, Bildzeitung Thüringen und den MDR in der Reihe Thüringenjournal.

Jan Nováček, TLDA

Das Beitragsbild (© H. Arnold, TLDA) zeigt Kristina Scheelen-Nováček (links) und Steffi Burrath vor der plastischen Gesichtsrekonstruktion des „Herren von Boilstädt“.

Babette Winter und Sven Ostritz

Dr. Babette Winter, Staatssekretärin für Kultur und Europa, und PD Dr. Sven Ostritz, Landesarchäologe und Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie enthüllen die zeichnerischen Rekonstruktionen. © H. Arnold, TLDA.

Erhöhte Mitgliedsbeiträge ab 2019

Auf ihrer Mitgliederversammlung 2017 in Geislingen an der Steige (Deutschland) beschloss die Gesellschaft für Anthropologie (GfA), die Beitragssätze für Mitgliedschaften anzuheben. Die neuen Beitragsätze von 50€ für reguläre und 25€ für ermäßigte Mitgliedschaften sind ab 2019 fällig. Nähere Informationen zu den Beitragssätzen und den Zahlungsmodalitäten sind in der Beitragsordnung enthalten, welche in aktualisierter Form im Internettauftritt der GfA bereit steht.

Aktuelle Mitglieder werden gebeten, bei der Begleichung ihrer Beitragspflichten die neuen Sätze zu berücksichtigen. Mitglieder, die am Lastschriftverfahren teilnehmen, müssen die von ihnen erteilten SEPA-Mandate erneuern. Dafür steht im Internetauftritt der GfA ein aktualisiertes Formular bereit. Bestehende Mandate werden für die Beitragszahlungen 2019 nicht mehr berücksichtigt. Mitglieder, die zur Bezahlung ihrer Beiträge Daueraufträge eingerichtet haben, werden gebeten, diese entsprechend der neuen Sätze anzupassen.

Mitgliedschaften, die im vierten Quartal 2018 begonnen werden, müssen für 2018 keinen Mitgliedsbeitrag mehr entrichten, sondern bezahlen gleich für das Beitragsjahr 2019. Ein entsprechend angepasstes Formular zur Beantragung der Mitgliedschaft steht im Internetauftritt der GfA bereit. Dort finden Sie auch weitere Informationen, wie Sie die Mitgliedschaft erlangen können.

Richtplatzarchäologie im Fernsehen

Am 18.11.2018 zeigt das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) von 23:50 bis 00:35 Uhr eine Dokumentationssendung zum Thema Richtplatzarchäologie:

„Geköpft, gerädert, gehenkt: Was am Richtplatz geschah“.

Neben Forschenden aus der Archäologie und den Geschichtswissenschaften wird auch GfA-Mitglied Bettina Jungklaus zu sehen sein. Sie zeigt und erläutert Skelettfunde mit Spuren von Verletzungen durch Hinrichtungen, unter anderem die Überreste eines Geräderten von einem Fundort in Brandenburg.

Die Dokumentation ist Teil der Sendereihe ZDF-History. Eine Kurzbeschreibung bietet der Internetauftritt des ZDF.

Geköpft, gerädert, gehenkt: Was am Richtplatz wirklich geschah

©ZDF